164 Jahre Gastradition

Vom alten Gaswerk bis zum hoch modernen Versorgungsunternehmen

Es war der 1. Dezember 1852, als in Heilbronn erstmals die Lichter angingen – mit Gas. Bis kurz vor Mitternacht erhellten an diesem Tag insgesamt 740 Gasflammen die jahrhundertelange Finsternis. Der Heilbronner Papierfabrikant Gustav Schaeuffelen hatte sich lange für diesen technischen Fortschritt eingesetzt und erhielt schließlich selbst den Auftrag für die Lieferung des benötigten Gases. Heilbronns erste Gasfabrik und der erste Gasbehälter standen auf seinem Fabrikgelände an der heutigen Dammschule. 1881 kaufte die Stadt Heilbronn das Gaswerk mit Grund und Boden, Gebäuden, Einrichtungen und dem Rohrnetz für 362.232,78 Reichsmark. Der stetig steigende Bedarf an der neuen Energie führte dazu, dass kurz nach der Jahrhundertwende ein neues, größeres Werk errichtet wurde. Es entstand bereits am heutigen Standort an der Weipertstraße.

Das Erdgas-Zeitalter begann für das Versorgungsgebiet der Heilbronner Versorgungs GmbH am 30. Juni 1973 also praktisch gleichzeitig mit der Verwaltungsreform. Vorher aber war eine Geräteumstellung auf die neue Gasart notwendig, da die Brenneigenschaft der Naturenergie Erdgas erheblich von der des Ferngases abwich. Insgesamt rund 55.000 Gasgeräte mussten auf das neue Erdgas umgestellt werden. In der Rekordzeit von nur elf Monaten war diese genau geplante Aktion abgeschlossen. Damit hatte sich auch die Stadt Heilbronn im Zeichen der Ölkrise von 1973 aus der damals herrschenden Ölabhängigkeit gelöst und einen wichtigen Beitrag zur Änderung der Energiepolitik geleistet.

Inzwischen erstreckt sich das Gasversorgungsnetz der HVG in Nord-Süd-Richtung von Mosbach bis Bönnigheim und von Weinsberg bis Massenbach.

Gaswerk
Das alte Gaswerk von 1901

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